Bericht über das Taekwon-Do Seminar in Kenia PDF Drucken
Bericht über das Taekwon-Do Seminar in Kenia (Nairobi) vom 16. – 19. Juli 2010

Nach ungefähr 20 Stunden Reise erreichte ich am 16.07.2010 um 12.30 Uhr den 1_seminartagKenia International Airport in Nairobi und wurde dort vom Presidenten des ITF Kenia, Herrn Richard David King und einigen Mitgliedern willkommen geheißen. Von dort fuhren wir sofort zur Trainingshalle und begannen um 14.30 Uhr mit dem ersten Teil des Seminars. 3 Stunden wurden mit den ersten 15 Teilnehmern grundlegende Übungen, die Sinuswelle und Tuls praktiziert. Dabei machte sich natürlich bemerkbar, dass die Teilehmerinnen und Teilnehmer zum Teil von der WTF kamen, aber sehr lernwillig waren.

spendenmaterialAm Samstag, den 17.07.2010 nahmen 35 Sportlerinnen und Sportler teil. In den über den Tag verteilten 7 Trainingsstunden wurden die Tuls, Partnerübungen und Selbstverteidigung trainiert. Ebenso am Sonntag, den 18.07.2010, der aber auch geprägt war durch Wiederholungen und Festigungen der neu erlernten Techniken. Große Freude und Dankbarkeit herrschten über die gespendeten Trainingsmaterialien, wie Doboks, Gürtel und Sprungseilchen, die ich im Namen vom ITF-D e.V. und seinen Mitgliedern überreichte.

Am Montag wurden zwei Schüler zum I. Dan geprüft und sie machten ihre Sache gut, da sie in den letzten beiden Jahren, seit der erste Kontakt nach Kenia entstanden ist, fleißig trainiert haben. Am Nachmittag waren der Vorstand und ich zu einem Treffen mit dem Sports-Commissioner (Herrn Gordon Olouch) eingeladen, der im Ministerium für Jugend und Sport für alle Belange des Sportes zuständig ist. Wir trafen auf einen sehr netten und dem Sport gegenüber aufgeschlossenen Mann, der von mir nicht nur hören wollte, warum die ITF in Kenya Fuß fassen möchte, sondern auch über den Unterschied von ITF und WTF informiert werden wollte. Diese Gelegenheit habe ich gerne genutzt und konnte ihm viele nützliche Informationen geben. Jedenfalls war er am Ende des Gespräches zu der Aussage bereit, die ITF unterstützen zu wollen, solange in Kenia nur ein ITF-Verband existiert. Er betonte dies auch aus dem Grunde, da die WTF zurzeit in Kenia gespalten ist, sich gegenseitig bekämpft und für eine Menge Konfusion sorgt.



Treffen mit dem Sports-Commissioner


Schlussbemerkung:

Wegen der Tatsache, dass Richard David King erst vor zwei Jahren in Addis Ababa (Äthiopien) am ersten ITF Seminar teilnahm, ist der ITF-Verband in Kenia noch sehr klein, aber Herr King arbeitet sehr viel und hart für die Entwicklung der ITF. Die Anerkennung durch den Sports-Commissioner ist ein großer Schritt zur Unterstützung und Anerkennung des Verbandes und es besteht darüberhinaus die Möglichkeit, WTF Clubs für die ITF zu überzeugen. Aus diesem Grunde werde ich dem Weltverband vorschlagen und einen entsprechenden Antrag stellen, einen Trainer für 4 Wochen oder länger nach Kenia zu senden und die Arbeit des neuen Verbandes zu unterstützen. Zudem besteht die Möglichkeit, mit Taekwon-Do an der Universität zu starten. Von Kenia aus haben wir auch die Möglichkeit, Kontakte nach Tansania und Nigeria zu knüpfen.

Paul Weiler